Rechtssache Tennant: Landgericht Stuttgart vertagt Verkündungstermin

26 April 2012, 18:15 CET ( von Alfred Kärcher GmbH & Co. KG )         Keine Kommentare »

Der ursprünglich auf den 27. April angesetzte Verkündungstermin in der Rechtssache Tennant wird vertagt. Wie das Landgericht Stuttgart heute mitteilte, wird der Termin am 29. Juni 2012 um 14:00 Uhr stattfinden.

ec-H2O: NAD spricht sich gegen einige Tennant-Werbeaussagen aus

18 April 2012, 16:41 CET ( von Alfred Kärcher GmbH & Co. KG )         Keine Kommentare »

In den USA hat die renommierte Selbstregulierungsstelle der amerikanischen Werbeindustrie  „NAD“ (National Advertising Divison of the Council of Better Business Bureaus) einige  Werbeaussagen der Tennant Company zur ec-H2O-Technologie untersucht und als nicht ausreichend mit den von Tennant vorgelegten Tests untermauert angesehen. Davon betroffen waren insbesondere die Tennant-Slogans:

 

-       ecH2O electronically converts water into a superior cleaning solution

und

-       ecH2O outperforms [many] conventional chemicals

 

Die NAD hat sich ferner positiv dazu geäußert, dass die Tennant Company nicht mehr mit dem Slogan wirbt:

 

-       ecH2O technology makes water perform like a powerful detergent.

 

Der Reinigungsgerätehersteller Nilfisk-Advance hatte die Werbeaussagen von Tennant der NAD vorgelegt. In einer Pressemitteilung berichtet Nilfisk-Advance über das Ergebnis der NAD.

 

Auch Kärcher setzt sich derzeit mit der britischen sowie der deutschen Tennant-Tochtergesellschaft wegen ähnlicher Werbeaussagen zur ec-H2O-Technologie vor der britischen Behörde „Advertising Standards Authority“ und dem Landgericht Stuttgart auseinander. 

 

Pressemitteilung NAD

Pressemitteilung Nilfisk-Advance

Jüngste Berichterstattung in Deutschland zur Rechtssache Tennant

8 März 2012, 17:31 CET ( von Alfred Kärcher GmbH & Co. KG )         Keine Kommentare »

Nach Veröffentlichung der jüngsten Pressemitteilung von Kärcher haben Nachrichtenagenturen und einige Medien bereits berichtet.

 
Die dpa hat ihrerseits recherchiert, wie der Reutlinger Generalanzeiger schreibt: „Experten halten die vollmundigen Versprechen Tennants für überaus fragwürdig. Ein ausgewiesener und unabhängiger Wissenschaftler für physikalische Chemie, der die Unterlagen der Kärcher-Anzeige auf Bitte der Nachrichtenagentur dpa sichtete, glaubt nicht an den angeblichen Erfolg der elektrischen Aktivierung. Der Effekt, bei dem Tennant das Wasser unter Strom setze und damit in seine Bestandteile aufspalte, halte nur Sekundenbruchteile und niemals lange genug, um wie eine ordentliche Reinigungschemikalie zu wirken. Ähnliche Argumente führt ein von Kärcher beauftragter Gutachter ins Feld. (dpa)“ (Quelle: Reutlinger Generalanzeiger)

 

Zu den Artikeln im Reutlinger Generalanzeiger und im Handelsblatt Financial Informer.

 

 

Rechtssache Tennant – Entscheidung Ende April

7 Februar 2012, 19:33 CET ( von Alfred Kärcher GmbH & Co. KG )         Keine Kommentare »

 

Im Rechtsstreit zwischen Kärcher und Tennant fand heute der erste Verhandlungstermin am Landgericht Stuttgart statt. Tennant hat bis zum 13. März Zeit, bei der Kammer für Handelssachen eine weitere Stellungnahme einzureichen, Kärcher kann bis zum 3. April eine Erwiderung einreichen. Die Entscheidung soll am 27. April verkündet werden.

 

„In der mündlichen Verhandlung haben wir heute noch einmal klar und deutlich unsere Sicht der Dinge dargelegt und es hat sich gezeigt, dass das Gericht sich sehr gut in den Sachverhalt eingearbeitet hatte. Wir sehen daher der Urteilsverkündung Ende April zuversichtlich entgegen”, sagt Markus Asch, Geschäftsführer Professional Products und Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung bei der Alfred Kärcher GmbH & Co. KG.

Über die folgenden Links gelangen Sie zu einigen aktuellen Online-Artikeln:

BILD

Reutlinger General-Anzeiger

Sächsische Freie Presse

3 Fragen an Dr. Andreas Dreusch, Geschäftsführer des renommierten Forschungs- und Entwicklungslabors MicroMol in Karlsruhe

3 Februar 2012, 17:06 CET ( von Alfred Kärcher GmbH & Co. KG )         Keine Kommentare »

 

Herr Dr. Dreusch, mit Wasser alleine lässt sich doch ganz gut reinigen, oder?

Mit normalem Leitungswasser kann sehr gut gereinigt werden. Bei fetthaltigen Verschmutzungen allerdings versagt Wasser. Und die kommen nun einmal häufig vor: im Supermarkt platzt eine Tüte Milch, an einem Schnellimbiss – beispielsweise in einem Einkaufscenter – fällt ein Sandwich zu Boden, in der Fabrik kommt es zu Verschmutzungen durch Öle und Fette von Maschinen und durch Ruß. Fettpartikel gibt es auch überall dort, wo viele Menschen sind wie in Schulen, Kindergärten oder Krankenhäusern.

 

Das heißt: Um eine Fläche, die mit Fett oder Öl verschmutzt ist, wirklich sauber zu bekommen, braucht es den Zusatz von Reinigungsmitteln?

Man kann natürlich auch die mechanische Komponente bei der Reinigung verstärken, indem kräftiger oder über längere Zeit gebürstet wird. Oder man kann versuchen, mit warmem Wasser zu putzen. Das wird nicht so gut funktionieren, jedoch oberflächlich betrachtet sieht der Boden danach sauber aus. Eine hygienische und sichere Reinigung wird in vielen Fällen aber nur durch den Einsatz von Reinigungsmittel möglich, die Fette lösen, damit sie aufgenommen werden, und die verhindern, dass diese lediglich auf dem Boden gleichmäßig verteilt werden.

 

Wie sauber reinigen Scheuersaugmaschinen, die mit der ec-H2O-Technologie arbeiten?

Wir haben diese Technologie in unserem Labor gründlich untersucht und sind zum Ergebnis gekommen, dass sich mit diesen Maschinen gute Ergebnisse erzielen lassen. Allerdings sind diese Ergebnisse exakt so gut wie die beim Einsatz von normalem Wasser. Bei fetthaltigem, also wasserabweisendem Schmutz konnten wir klar nachweisen, dass Partikel zwar verteilt, nicht aber gelöst und abtransportiert wurden. Das Reinigungsergebnis war definitiv schlechter, als das der Maschinen, die Reinigungsmittel eingesetzt haben.

 

http://www.micromol.com

Tennant zieht falsch übersetzte Pressemitteilung zurück

28 November 2011, 20:12 CET ( von Alfred Kärcher GmbH & Co. KG )         Keine Kommentare »

Tennant hat in Deutschland eine falsch übersetzte Pressemitteilung zurückgezogen, in der  unzutreffenderweise behauptet worden war, eine für wettbewerbswidrige Werbung zuständige Behörde in Großbritannien (Handelsnormenausschuss des britischen Rates der Grafschaft Oxfordshire) sehe den wissenschaftlichen Beweis für die Wirksamkeit der ec-H2O-Technologie als erbracht.

 

Die Behörde hatte jedoch lediglich mitgeteilt, die Beschwerde nicht weiter zu verfolgen, da sie in erster Linie über juristisches Fachwissen verfüge, nicht aber über Detailkenntnisse zu jedem am Markt erhältlichen Produkt. Der Handelsnormenausschuss stellte nur fest, dass Tennant Beweismittel zur Untermauerung seiner fraglichen Werbeaussagen vorgelegt hat. Er sieht sich aber nicht in der Lage, den Wahrheitsgehalt der Angaben zu überprüfen. Den wissenschaftlichen Beweis zur Wirksamkeit der sogenannten ec-H2O-Technologie bleibt Tennant damit nach wie vor schuldig.

Tennant beantragt Fristverlängerung beim Landgericht Stuttgart

11 November 2011, 11:35 CET ( von Alfred Kärcher GmbH & Co. KG )         Keine Kommentare »

Die Tennant GmbH & Co. KG hat beim Landgericht Stuttgart beantragt, die Frist zur Klageerwiderung noch einmal bis zum 7. Dezember 2011 zu verlängern. Dem Antrag wurde stattgegeben.

Als Begründung für den Antrag auf Fristverlängerung hat Tennant vorgebracht, dass man derzeit bei der Fraunhofer-Gesellschaft, Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB), ein Gutachten erstellen lasse. Gegenstand der Untersuchung sei die Wirksamkeit der ec-H2O-Technologie.

Tennant hatte sich in seinen Außendarstellungen bislang darauf berufen, dass die Wirksamkeit der sogenannten ec-H2O-Technologie durch mehrere Studien schon längst nachgewiesen sei.

Jüngste Berichterstattung in Großbritannien zur Rechtssache Tennant

4 November 2011, 7:53 CET ( von Alfred Kärcher GmbH & Co. KG )         Keine Kommentare »

In Großbritannien hat jüngst die auflagenstarke Tageszeitung Daily Telegraph über die Rechtssache Tennant berichtet (Industrial scrubbers under scrutiny over green claims). Zudem hat das renommierte Fachportal The Manufacturer einen Artikel (Regulator to investigate Tennant over ‘wonder water’) und einen Blog-Beitrag (Manufacturers at risk from false advertising legal loophole) zu dem Fall veröffentlicht.

Interview zur Rechtssache Tennant in der Wirtschaftswoche

25 Oktober 2011, 13:58 CET ( von Alfred Kärcher GmbH & Co. KG )         1 Kommentar »

In der aktuellen Ausgabe des Magazins Wirtschaftswoche ist am 22. Oktober ein Interview zur Rechtssache Tennant mit Hartmut Jenner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Kärcher Gruppe, erschienen. Im Internetauftritt der Wirtschaftswoche wurde das Interview in voller Länge veröffentlicht:

 

Interview auf www.wiwo.de

Im Heft selbst wurde eine gekürzte Version dieses Textes abgedruckt.

 

Was ist eigentlich elektrisch aufgeladenes Wasser?

19 Oktober 2011, 11:41 CET ( von Alfred Kärcher GmbH & Co. KG )         5 Kommentare »

Zusammengefasst lässt sich die Herstellung von Tennants „aufbereitetem Wasser“ laut Broschüre wie folgt beschreiben: In einer elektrolytischen Zelle der Scheuersaugmaschine wird mit Sauerstoff angereichertes Leitungswasser mittels eines elektrischen Stroms in saure und alkalische Teile zerlegt (ionisiert). Dieses sogenannte „elektrisch aktivierte Wasser“ soll dann, sobald es auf die zu reinigende Oberfläche trifft, den Schmutz in kleinere Partikel zerlegen und ihn vom Boden ablösen. Nach etwa 45 Sekunden – so die Behauptung – soll sich das „aktivierte“ Wasser wieder in normales Wasser zurück verwandeln. Im Schmutzwassertank blieben nur der Schmutz und das Wasser.

 

Tatsächlich lässt sich  Wasser technisch für sehr kurze Zeit in einer elektrolytischen Zelle ionisieren. Allerdings haben die Ionen die Eigenschaft, sich sofort wieder, innerhalb von Nanosekunden, zu einem neutralen  Wassermolekül zu vereinigen. Dann befindet sich das Wasser mit Blick auf seine Reinigungswirkung wieder in seinem ursprünglichen Zustand und es weist keinerlei Eigenschaften eines Reinigungsmittels mehr auf.


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