Tennant ./. Kärcher: Pressebericht nach Verhandlungstermin am Landgericht Stuttgart

29 April 2013, 10:30 CET ( von Alfred Kärcher GmbH & Co. KG )         Keine Kommentare »

 

Nach dem Verhandlungstermin am Landgericht Stuttgart am 19. April hat die Deutsche Presse-Agentur den folgenden Bericht veröffentlicht:

Reinigungsstreit: Etappensieg für Kärcher

Stuttgart (dpa/lsw) – Im skurrilen Rechtsstreit gegen den US-Konkurrenten Tennant hat der Reinigungsriese Kärcher einen Etappensieg erreicht. Ein Gutachter widersprach am Freitag vor dem Landgericht Stuttgart im Wesentlichen der von Tennant beworbenen Wirkung seiner Geräte. Das Gutachten bezog sich jedoch nur auf einzelne Module der Maschinen. Einen weiteren Test der kompletten Geräte ließ das Gericht noch offen. Ein Kärcher-Sprecher äußerte sich sehr zufrieden: «Wir sehen das als entscheidenden Schritt.» Die Gegenseite wollte sich zu dem laufenden Verfahren nicht äußern.

Tennant hat früheren Angaben zufolge für seine sogenannten Scheuersaugmaschinen – die reinigen etwa Schulflure oder Bahnsteige – damit geworben, dass die Geräte Wasser mittels Strom aktivieren und so in eine Art Reiniger verwandeln, der Chemie überflüssig mache. Kärcher hält diese Werbung für irreführend und hatte gegen den Konkurrenten geklagt.

Tennant ./. Kärcher: Zweiter Verhandlungstermin am Landgericht Stuttgart

17 April 2013, 17:38 CET ( von Alfred Kärcher GmbH & Co. KG )         Keine Kommentare »

Am Freitag, den 19. April, findet die zweite mündliche Verhandlung in der Auseinandersetzung zwischen Kärcher und Tennant vor dem Stuttgarter Landgericht statt. Der Termin beginnt um 10:45 Uhr.

 

Gegenstand der Verhandlung wird das Gutachten sein, das ein unabhängiger Sachverständiger im Auftrag des Landgerichts erstellt hat. Es geht darum, ob mittels der ec-H2O-Technologie von Tennant „aktiviertes“ Wasser beim Einsatz in Scheuermaschinen von Tennant nicht besser oder schlechter als normales Leitungswasser reinigt.

Landgericht Stuttgart verkündet Beweisbeschluss: Tennant-Technologie kommt auf den Prüfstand

29 Juni 2012, 18:06 CET ( von Alfred Kärcher GmbH & Co. KG )         Keine Kommentare »

„Mit der sogenannten ec-H2O-Technologie in Scheuersaugmaschinen von Tennant kann nicht besser gereinigt werden als mit normalem Leitungswasser“ – dies hatte Kärcher in einem Blog und in der Klage gegen seinen Mitbewerber vor dem Landgericht Stuttgart vorgebracht. Nach einer Widerklage von Tennant gegen diese Äußerung hat die 31. Kammer für Handelssachen heute verkündet, dass sie von einem durch das Gericht bestellten Sachverständigen untersucht werden soll.

 

„Wir begrüßen diese Entscheidung des Stuttgarter Landgerichts vorbehaltlos“, sagt Markus Asch, Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Kärcher Gruppe. „Die von Tennant beworbene ec-H2O-Technologie wird nun auch von einem gerichtlichen Gutachter wissenschaftlich überprüft. Dies deckt sich mit dem Ansatz, den wir seit Beginn des Verfahrens verfolgen.“

Britische ASA trifft Entscheidung zu „ec-H2O“-Werbung: Tennants Werbeaussage irreführend

13 Juni 2012, 0:01 CET ( von Alfred Kärcher GmbH & Co. KG )         1 Kommentar »

 

„Die Werbung darf in ihrer derzeitigen Form nicht mehr erscheinen“ lautet die Entscheidung der britischen ASA (Advertising Standards Authority [1]) bezüglich einer Werbeaussage zur „ec-H2O“-Technologie in Scheuersaugmaschinen des Reinigungsgeräteherstellers Tennant in Großbritannien. Demnach muss das Unternehmen jetzt auf die Behauptung verzichten, dass mit diesem Verfahren besser gereinigt werden kann als mit herkömmlichen Reinigungsmitteln und -verfahren. Tennant hatte die bessere Reinigungsleistung unter anderem damit begründet, dass mit „ec-H2O“ nachgewiesenermaßen mehr Bakterien entfernt würden als mit Reinigungsmitteln. Da dafür evidente Nachweise fehlen, ist die Werbebotschaft irreführend, und Tennant verstößt gegen mehrere Verhaltensregeln der britischen Werbewirtschaft.

 

„Wir sind zufrieden mit dieser Entscheidung der ASA“, sagt Markus Asch, Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung der Kärcher Gruppe. „Nach der Empfehlung der renommierten Selbstregulierungsstelle der amerikanischen Werbeindustrie NAD ist Tennant nun auch von der ASA angehalten, eine seiner Werbebotschaften nicht weiterzuverbreiten.“ Dass die ASA die chemiefreie Reinigung mit „ec-H2O“ für umweltschonend und kostensparend halte, könne Kärcher grundsätzlich akzeptieren, da schließlich alle Scheuersaugmaschinen bei geringer Verunreinigung auch ohne chemische Zusätze ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen könnten. Wie Leitungswasser stoße jedoch auch „ec-H2O“ bei hartnäckigerem Schmutz an seine Grenzen, so Markus Asch weiter.

 

Wer sich selbst ein Bild von der ASA-Begründung machen möchte, kann dies auf der Homepage der Organisation (www.asa.org.uk) tun. Hier ist die originale Stellungnahme zu finden. Tennant hat nun bis zum 14. Juni 2012 Zeit, eine Überprüfung zu verlangen.

 

In Deutschland wird Ende Juni eine erste gerichtliche Entscheidung erwartet. Dann verkündet das Landgericht Stuttgart seinen Beschluss in der Klage Kärcher gegen Tennant.


 

[1] Selbstverwaltung der britischen Werbewirtschaft, die Verstöße gegen die Verhaltensregeln verfolgt.

Rechtssache Tennant: Landgericht Stuttgart vertagt Verkündungstermin

26 April 2012, 18:15 CET ( von Alfred Kärcher GmbH & Co. KG )         Keine Kommentare »

Der ursprünglich auf den 27. April angesetzte Verkündungstermin in der Rechtssache Tennant wird vertagt. Wie das Landgericht Stuttgart heute mitteilte, wird der Termin am 29. Juni 2012 um 14:00 Uhr stattfinden.

ec-H2O: NAD spricht sich gegen einige Tennant-Werbeaussagen aus

18 April 2012, 16:41 CET ( von Alfred Kärcher GmbH & Co. KG )         Keine Kommentare »

In den USA hat die renommierte Selbstregulierungsstelle der amerikanischen Werbeindustrie  „NAD“ (National Advertising Divison of the Council of Better Business Bureaus) einige  Werbeaussagen der Tennant Company zur ec-H2O-Technologie untersucht und als nicht ausreichend mit den von Tennant vorgelegten Tests untermauert angesehen. Davon betroffen waren insbesondere die Tennant-Slogans:

 

-       ecH2O electronically converts water into a superior cleaning solution

und

-       ecH2O outperforms [many] conventional chemicals

 

Die NAD hat sich ferner positiv dazu geäußert, dass die Tennant Company nicht mehr mit dem Slogan wirbt:

 

-       ecH2O technology makes water perform like a powerful detergent.

 

Der Reinigungsgerätehersteller Nilfisk-Advance hatte die Werbeaussagen von Tennant der NAD vorgelegt. In einer Pressemitteilung berichtet Nilfisk-Advance über das Ergebnis der NAD.

 

Auch Kärcher setzt sich derzeit mit der britischen sowie der deutschen Tennant-Tochtergesellschaft wegen ähnlicher Werbeaussagen zur ec-H2O-Technologie vor der britischen Behörde „Advertising Standards Authority“ und dem Landgericht Stuttgart auseinander. 

 

Pressemitteilung NAD

Pressemitteilung Nilfisk-Advance

Jüngste Berichterstattung in Deutschland zur Rechtssache Tennant

8 März 2012, 17:31 CET ( von Alfred Kärcher GmbH & Co. KG )         Keine Kommentare »

Nach Veröffentlichung der jüngsten Pressemitteilung von Kärcher haben Nachrichtenagenturen und einige Medien bereits berichtet.

 
Die dpa hat ihrerseits recherchiert, wie der Reutlinger Generalanzeiger schreibt: „Experten halten die vollmundigen Versprechen Tennants für überaus fragwürdig. Ein ausgewiesener und unabhängiger Wissenschaftler für physikalische Chemie, der die Unterlagen der Kärcher-Anzeige auf Bitte der Nachrichtenagentur dpa sichtete, glaubt nicht an den angeblichen Erfolg der elektrischen Aktivierung. Der Effekt, bei dem Tennant das Wasser unter Strom setze und damit in seine Bestandteile aufspalte, halte nur Sekundenbruchteile und niemals lange genug, um wie eine ordentliche Reinigungschemikalie zu wirken. Ähnliche Argumente führt ein von Kärcher beauftragter Gutachter ins Feld. (dpa)“ (Quelle: Reutlinger Generalanzeiger)

 

Zu den Artikeln im Reutlinger Generalanzeiger und im Handelsblatt Financial Informer.

 

 

Rechtssache Tennant – Entscheidung Ende April

7 Februar 2012, 19:33 CET ( von Alfred Kärcher GmbH & Co. KG )         Keine Kommentare »

 

Im Rechtsstreit zwischen Kärcher und Tennant fand heute der erste Verhandlungstermin am Landgericht Stuttgart statt. Tennant hat bis zum 13. März Zeit, bei der Kammer für Handelssachen eine weitere Stellungnahme einzureichen, Kärcher kann bis zum 3. April eine Erwiderung einreichen. Die Entscheidung soll am 27. April verkündet werden.

 

„In der mündlichen Verhandlung haben wir heute noch einmal klar und deutlich unsere Sicht der Dinge dargelegt und es hat sich gezeigt, dass das Gericht sich sehr gut in den Sachverhalt eingearbeitet hatte. Wir sehen daher der Urteilsverkündung Ende April zuversichtlich entgegen”, sagt Markus Asch, Geschäftsführer Professional Products und Stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung bei der Alfred Kärcher GmbH & Co. KG.

Über die folgenden Links gelangen Sie zu einigen aktuellen Online-Artikeln:

BILD

Reutlinger General-Anzeiger

Sächsische Freie Presse

3 Fragen an Dr. Andreas Dreusch, Geschäftsführer des renommierten Forschungs- und Entwicklungslabors MicroMol in Karlsruhe

3 Februar 2012, 17:06 CET ( von Alfred Kärcher GmbH & Co. KG )         Keine Kommentare »

 

Herr Dr. Dreusch, mit Wasser alleine lässt sich doch ganz gut reinigen, oder?

Mit normalem Leitungswasser kann sehr gut gereinigt werden. Bei fetthaltigen Verschmutzungen allerdings versagt Wasser. Und die kommen nun einmal häufig vor: im Supermarkt platzt eine Tüte Milch, an einem Schnellimbiss – beispielsweise in einem Einkaufscenter – fällt ein Sandwich zu Boden, in der Fabrik kommt es zu Verschmutzungen durch Öle und Fette von Maschinen und durch Ruß. Fettpartikel gibt es auch überall dort, wo viele Menschen sind wie in Schulen, Kindergärten oder Krankenhäusern.

 

Das heißt: Um eine Fläche, die mit Fett oder Öl verschmutzt ist, wirklich sauber zu bekommen, braucht es den Zusatz von Reinigungsmitteln?

Man kann natürlich auch die mechanische Komponente bei der Reinigung verstärken, indem kräftiger oder über längere Zeit gebürstet wird. Oder man kann versuchen, mit warmem Wasser zu putzen. Das wird nicht so gut funktionieren, jedoch oberflächlich betrachtet sieht der Boden danach sauber aus. Eine hygienische und sichere Reinigung wird in vielen Fällen aber nur durch den Einsatz von Reinigungsmittel möglich, die Fette lösen, damit sie aufgenommen werden, und die verhindern, dass diese lediglich auf dem Boden gleichmäßig verteilt werden.

 

Wie sauber reinigen Scheuersaugmaschinen, die mit der ec-H2O-Technologie arbeiten?

Wir haben diese Technologie in unserem Labor gründlich untersucht und sind zum Ergebnis gekommen, dass sich mit diesen Maschinen gute Ergebnisse erzielen lassen. Allerdings sind diese Ergebnisse exakt so gut wie die beim Einsatz von normalem Wasser. Bei fetthaltigem, also wasserabweisendem Schmutz konnten wir klar nachweisen, dass Partikel zwar verteilt, nicht aber gelöst und abtransportiert wurden. Das Reinigungsergebnis war definitiv schlechter, als das der Maschinen, die Reinigungsmittel eingesetzt haben.

 

http://www.micromol.com

Tennant zieht falsch übersetzte Pressemitteilung zurück

28 November 2011, 20:12 CET ( von Alfred Kärcher GmbH & Co. KG )         Keine Kommentare »

Tennant hat in Deutschland eine falsch übersetzte Pressemitteilung zurückgezogen, in der  unzutreffenderweise behauptet worden war, eine für wettbewerbswidrige Werbung zuständige Behörde in Großbritannien (Handelsnormenausschuss des britischen Rates der Grafschaft Oxfordshire) sehe den wissenschaftlichen Beweis für die Wirksamkeit der ec-H2O-Technologie als erbracht.

 

Die Behörde hatte jedoch lediglich mitgeteilt, die Beschwerde nicht weiter zu verfolgen, da sie in erster Linie über juristisches Fachwissen verfüge, nicht aber über Detailkenntnisse zu jedem am Markt erhältlichen Produkt. Der Handelsnormenausschuss stellte nur fest, dass Tennant Beweismittel zur Untermauerung seiner fraglichen Werbeaussagen vorgelegt hat. Er sieht sich aber nicht in der Lage, den Wahrheitsgehalt der Angaben zu überprüfen. Den wissenschaftlichen Beweis zur Wirksamkeit der sogenannten ec-H2O-Technologie bleibt Tennant damit nach wie vor schuldig.


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